Im Rahmen eines konstruktiven Austauschs traf sich die Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände mit Landrat Christoph Rüther und Dezernent Dr. André Brandt vom Kreis Paderborn, um aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der sozialen Infrastruktur zu diskutieren. Die Wohlfahrtsverbände betonten dabei ihre zentrale Rolle als unverzichtbare Akteure für das soziale Miteinander in der Region.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die vielfältigen Angebote der Verbände, die einen entscheidenden Beitrag zur Unterstützung von Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen leisten. Einigkeit bestand darüber, dass ein kontinuierlicher Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Trägern notwendig ist, um diese wichtige Arbeit langfristig zu sichern.
Zugleich wurde deutlich, dass die derzeitige Finanzierungssituation sowohl die Verbände als auch die Kommunen vor große Herausforderungen stellt. Insbesondere bei Förderprogrammen von Land und Bund müssen die Träger häufig erhebliche Eigenanteile aufbringen. Diese konnten in der Vergangenheit vielfach nur durch zusätzliche Unterstützung von Kreis und Kommunen gedeckt werden.
„Die Wohlfahrtsverbände sind tragende Säulen unserer sozialen Infrastruktur. Ohne ihr Engagement wäre vieles in unserer Gesellschaft nicht leistbar. Umso wichtiger ist es, gemeinsam tragfähige Lösungen für die aktuellen finanziellen Herausforderungen zu entwickeln“, betonte Landrat Rüther.
Auch Vanessa Kamphemann (Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände) unterstrich die Dringlichkeit: „Unsere Angebote sind vielfältig und erreichen tagtäglich viele verschiedene Menschen/Zielgruppen, die Unterstützung benötigen. Doch die finanzielle Lage ist angespannt. Wir müssen gemeinsam mit Politik und Verwaltung Wege finden, um diese wichtige Arbeit auch in Zukunft verlässlich fortführen zu können.“ Ein zentrales Anliegen des Treffens war es daher, im Gespräch zu bleiben und konkrete Lösungsansätze zu entwickeln.
Darüber hinaus richteten die Beteiligten eine klare Botschaft an Land und Bund: Kommunen dürfen bei der Finanzierung sozialer Aufgaben nicht allein gelassen werden. Eine auskömmliche und verlässliche Finanzierung ist entscheidend, um die soziale Infrastruktur nachhaltig zu sichern.
Abschließend wurde die Bedeutung des Subsidiaritätsprinzips hervorgehoben, das seit jeher ein wesentlicher Faktor für das Funktionieren der Gesellschaft ist. Die enge Zusammenarbeit zwischen staatlichen Ebenen und freien Trägern bildet die Grundlage dafür, Hilfe effektiv und nah an den Menschen zu leisten.
Gemeinsam gilt es nun, Verantwortung zu übernehmen und Lösungen zu gestalten – für ein starkes soziales Miteinander im Kreis Paderborn.